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"Mit der richtigen Einstellung geht's!"

Bienäh hat zu einem Workshop gerufen und fünf Mädels nahmen Platz zum Thema "Patchwork Grundkurs".

Zunächst musste mal bisschen was Theoretisches bequatscht und unbedingt notiert werden. Sonst ist ja das angelernte Wissen gleich wieder weg. Zumindest geht's mir so.

Nach dem Motto: "Wer schreibt, der bleibt" 

(Allein durchs Schreiben, hast du ja nochmal einen Kanal, mit dem es im Hirn hängen bleibt) Ooh, jetzt kommt die Pädagogin in mir durch.

Verzeiht. 

Damit wir auch gleich mal ein Erfolgserlebnis verspüren können, haben wir uns an die einfache Technik "JellyRollRace" gemacht und damit erstmal begonnen ein Top für ein Kissen herzustellen. Diese simple Technik hat einen tollen Effekt. Ich selbst hab sie mal hier entdeckt und musste sie unbedingt meinen Teilnehmerinnen weitergeben.

JellyRolls sind die perfekten Pakete für Patchworker. Die Streifen sind alle fertig zugeschnitten in einem Maß von 6,5 x 110 cm und im Paket farblich bzw. wie hier im Bild nach Muster abgestimmt. 

Und sie sind sehr vielseitig verwendbar.

Wir alle wissen ja, wie mühsam und oft zeitraubend das Zuschneiden ist.

(Übrigens diese tollen Pakete gibt's demnächst bei mir im Laden. ich werd's dann hier updaten.)

Nach dem Aussuchen der Streifen ging's dann auch schon los, mit den ersten Nähten. Da mussten wir feststellen, dass neben den modernen Maschinen, die quasi automatisch die Fadenspannung dem Stoff anpassen, die alten Ladies noch bei der Hand genommen werden müssen. (Mit den alten Ladies meine ich natürlich nicht die Teilnehmerinnen.)

Diese gute alte ELNA haben wir gemeinsam liebevoll untersucht und mit den richtigen Einstellungen lief es wie geschmiert, und vor allem unfassbar leise!

Ich kenn da ja andere Geräte aus anno dazumal, die machen schon ordentlich Lärm. Aber ELNA schnurrte sanft und ich glaub die liebe Kathi hat ihre Liebe zu ihrer Maschine neu entdeckt. 

Wenn du weißt wie du deine Maschine behandeln musst, welche Einstellungen sie braucht und du da in Übung bist, dann denke ich, macht dir das Herumprobieren vor dem Nähen nichts mehr aus. 

Und auch hier ein nostalgisches Stück. Bei dieser ELNA waren wir auf der Suche nach der Rückwärtstaste. 

Zuvor hat Andrea alle Nähte mit der Hand verknüpft. Da hatten wir auch ein Erfolgserlebnis, stand ja eh alles in der Bedienungsanleitung, die Andrea zum Glück noch hatte. WIeviele haben denn von den alten Maschinen noch eine Anleitung? Hm, seid mal ehrlich....

Ich habe ja festgestellt, dass sie doch alle irgendwie gleich ticken; - also, die Maschinen. -

Egal ob jung oder alt, eine schwere mechanische oder eine leichte elektronische; wenn du dir das Bedienfeld genau anschaust und ein bisschen studierst; sei es die Stichlänge, Fadenspannung.... ) dann brauchst nur noch ein bisschen Mut; und dann drückst du mal das Knöpfchen, oder verschiebst mal einen Regler und du wirst staunen und feststellen, dass es doch einfach ist, die RICHTIGE Einstellung zu finden.

Nicht nur Maschinen brauchen übrigens die richtige Einstellung, auch die Person, die die Maschine bedient. Ruhig beleiben, mal eine rauchen und dann wieder ran ans Werk.

Sind sie nicht alle fleißig. Ich find dieses Foto ja so.... ich weiß nicht, wie ich dazu sagen soll; lustig, faszinierend oder amüsant...

Die Körperhaltung beim Nähen ist ja schon sensationell. Alle Köpfe sind nach unten geneigt.

Für mich selbst war sehr schnell klar, dass ich unbedingt einen höhenverstellbaren Tisch brauche und auch solch einen Hocker, um möglichst gerade sitzen zu können; mein Rücken dankt es mir. 

Seht ihr, auch hier geht's wieder um die RICHTIGE (Tisch-) Einstellung ;-)

Sind die nicht wunderschön? Und soooo einfach zu nähen.

Damit das so hübsch aussieht, wurde natürlich gebügelt. Jaja, ich weiß; ich hör euch alle stöhnen; keine mag gerne bügeln.

Ist aber das A und O jeder schönen Patchwork-Arbeit. Ist das nun auch "EINSTELLUNGSsache"?

Nach dem JellyRollRace wurden die Stoffe auf Maß für Polster zugeschnitten.

Die Rückseite wurde eher schlicht gehalten und aus UNIS oder dezenten Mustern ausgesucht. 

Je nach Lust und "Mut" wurden diese hübschen Dinger mit einem Reißverschluss oder einem einfachen Hotelverschluss fertiggestellt.

Ich finde ja beide Möglichkeiten toll, bin aber immer wieder fasziniert, wie schön man einen Reißverschluss einfach so, kaum sichtbar, einnähen kann.

Polster, so individuell, wie ihre Besitzerinnen. Wunderschön und mit Liebe genäht.

.... und mit der RICHTIGEN Einstellung! ;-)

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